News

27.02.2019


Bild: Mary-Pierre Ryser

R√§ude ist eine Milbenerkrankung, die einen starken Juckreiz verursacht. Die erkrankten Tiere kratzen sich und haben deshalb kahle Stellen am K√∂rper, oft am R√ľcken beim Schwanzansatz. Die Tiere sterben durch Infektionen, welche bedingt durch die R√§ude, entstehen.

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um F√ľchse im Siedlungsraum finden sich beim Fuchsratgeber.

Artikel in der Limmattaler Zeitung vom 26.2.2019

14.02.2019

Die H√ľrden f√ľr ein Volksbegehren sind in Bayern recht hoch: Zuerst m√ľssen die Initiant*innen 25'000 Unterschriften sammeln. Nach deren Beglaubigung m√ľssen sich 10 % der stimmberechtigten Bev√∂lkerung - das sind in Bayern knapp eine Million B√ľrger*innen - in den lokalen Rath√§usern eintragen, damit ein Volksbegehren zustande kommt.

Die Sorge um das Insektensterben und die Abnahme der Biodiversit√§t hat es m√∂glich gemacht: Am Volksbegehren f√ľr mehr Artenvielfalt in Bayern haben sich so viele Wahlberechtigte beteiligt wie noch nie: 1.74 Millionen Unterschriften f√ľr ein besseres Naturschutzgesetz kamen zustande, das sind 18,4 Prozent der Wahlberechtigten. Der Weg f√ľr einen Volksentscheid ist damit frei.

Laut der ZEIT ONLINE sind die Ziele des Begehrens "Rettet die Bienen"¬†weniger Pestizide, mehr Bl√ľhwiesen, mehr √∂ko und bio, mehr Biotopverb√ľnde sowie eine nachhaltigere Ausbildung der Landwirte, um so¬†Bienen und andere bedrohte Tierarten¬†wie Feldhamster, Grash√ľpfer oder Fr√∂sche zu retten. Das Volksbegehren zielt auf √Ąnderungen im bayerischen Naturschutzgesetz.¬†Kritiker wie der Bauernverband¬†warnen aber etwa vor den geforderten h√∂heren Mindestfl√§chen f√ľr den √∂kologischen Anbau.

Zum Volksbegehren "Rettet die Bienen"

Artikel in ZEIT ONLINE, 14. Feb. 2019

05.02.2019

 

 

Wir suchen: Praktikantin / Praktikanten, 100 % im Projekt StadtWildTiere im Raum Luzern, St.Gallen, Z√ľrich, Aargau

Ihre Aufgaben
  • Mitarbeit in Citizen Science-Projekten in Luzern, St.Gallen und Z√ľrich im Rahmen der¬†Meldeplattform StadtWildTiere.ch
  • Organisation und Koordination der Zusammenarbeit mit Freiwilligen, Schulklassen und¬†Lehrpersonen
  • Mithilfe bei verschiedenen Projekten in den Bereichen Wildtiermanagement, Naturschutz,¬†Stadt√∂kologie und Kommunikation
  • Diverse Feldarbeiten im Siedlungsgebiet sowie in Feld und Wald
  • Unterst√ľtzung im B√ľro, Management, Datenerfassung, Datenaufbereitung

 

Start: 2. Mai 2019 oder nach Vereinbarung

 

Bewerbungen bis am 28. Februar 2019 gemäss Ausschreibung.

 

Weitere Infos in der Ausschreibung.

24.01.2019


© tontantravel / wikimedia

Seit einigen Jahren wird der Goldschakal, der kleine Verwandte des Wolfs, zunehmend auch in Mitteleuropa beobachtet. Die vielen neuen Nachweise bestätigen, dass er sein Areal stetig erweitert. Zum Beispiel im Westen bis hin nach Frankreich (2017) und im Norden Europas bis nach Estland und die Niederlande.

 

Goldschakalprojekt an der Universit√§t f√ľr Bodenkunde BOKU in Wien

Artikel im TagesAnzeiger vom 24.1.2019

Artikel in Wild und Hund, 6/2018

 

 

17.01.2019

Ein Beitrag in den Abendnachrichtem des Westschweizer Fernsehens berichtet √ľber die Dachse im Siedlungsraum. Anlass war die Publikation zum Thema, welche im Dezember 2018 erschienen ist, u.a. auf Basis der Daten der Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn.

 

12.01.2019


© Chur Tourismus

Eine eindr√ľckliche Videosequenz zweigt ein grossen Hirschrudel, welches in der Stadt Chur eine Strasse √ľberquert, w√§hrend Stadtpolizei und Wildhut im Hintergrund f√ľr Sicherheit sorgen.

Chur Tourismus, Facebook, 11. Januar 2019

16.12.2018

15. Dezember 2018 - Wien im Schnee und ein Feldhase mittendrinn... ob sich in Zukunft auch in der Schweiz die Feldhasen bis mitten in die Stadt vorwagen werden? Heute w√§re das noch undenkbar. - Weitere spannende Bilder zu sehen auf den Meldeplattformen von StadtWildTiere und Wilde Nachbarn Deutschland, √Ėsterreich und der Schweiz.

13.12.2018

Ende Mai 2015 startete das Projekt StadtWildTiere in Wien mit dem Aufruf Fuchsbeobachtungen zu melden. Viele Menschen beteiligten sich und schon bald wurde klar: F√ľchse gibt es in Wien fast √ľberall. Wir bedanken uns bei allen Melderinnen und Meldern, die uns so tatkr√§ftig unterst√ľtzt haben - ohne Sie w√§re dieses Projekt nicht m√∂glich!

√úber 1100 Fuchsbeobachtungen aus der Wiener Bev√∂lkerung analysierte ein Forschungsteam rund um die Wildtier√∂kologin Theresa Walter im Rahmen des Citizen Science Projektes StadtWildTiere (www.stadtwildtiere.at). Gemeinsam konnten darin Forscher der Vetmeduni Wien und der Universit√§t f√ľr Bodenkultur Wien (BOKU) zeigen, dass F√ľchse bestimmte Gr√§tzel und Umgebungen bevorzugen. Es stellte sich auch heraus, dass die Meldung von Fuchsbeobachtungen mit dem Ausbildungsgrad der Bev√∂lkerung zusammenhing. Diese Studie wurde nun im Journal "BMC Ecology" ver√∂ffentlicht.

St√§dte bestehen f√ľr Wildtiere aus einem Mosaik von Landnutzungsklassen wie etwa Parks , G√§rten und Stra√üen, die sich oftmals hinsichtlich ihres Anteils an Gr√ľnfl√§chen aber auch hinsichtlich ihrer Nutzung durch Menschen stark unterscheiden. Die Analyse der Beobachtungen zeigte: in G√§rten, Gebieten mit geringer Bebauungsdichte, Parks oder auf Pl√§tzen waren die Wahrscheinlichkeiten f√ľr die Begegnung mit F√ľchsen wesentlich h√∂her als in landwirtschaftlichen Gebieten, Industriegebieten oder W√§ldern.

Da f√ľr Beobachtungen immer das Aufeinandertreffen von Wildtier und Mensch notwendig ist, wollten die Forschenden auch die menschliche Seite der Beobachtungen unter die Lupe nehmen. Im Rahmen der Analyse von soziodemographische Kennzahlen der Wiener Bev√∂lkerung zeigte sich, dass unter anderem der Ausbildungsgrad der Bev√∂lkerung einen Einfluss auf die Meldung von Fuchsbeobachtungen hatte. Umso mehr Menschen mit h√∂herer Ausbildung in einem Bezirk lebten, umso mehr Fuchsbeobachtungen wurden gemeldet. Dieses Ergebnis ist f√ľr viele Citizen Science Projekte relevant, vor allem wenn Forschende verstehen wollen, wie Beobachtungsdaten entstehen und welchen r√§umlichen Einfluss soziodemographische Faktoren auf die Verteilung der analysierten Meldungen haben.

Die Originalpublikation kann hier nachgelesen werden: https://bmcecol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12898-018-0207-7

 

12.12.2018

© Gregor Schaad / wildenachbarn.ch

Im Gegensatz zu F√ľchsen, deren Populationen seit zwei Jahrzehnten stark zugenommen haben und die bis in die urbanen Zentren vorgedrungen sind, war dieses Verhalten bei Dachsen weniger bekannt. Die bisherige Meinung war, dass Dachse in l√§ndlichen Gebieten und im Wald leben und h√∂chstens am Stadtrand vorkommen. Eine von der Forschungsgemeinschaft SWILD im Projekt StadtWildTiere durchgef√ľhrte und k√ľrzlich in der Fachzeitschrift Hystrix publizierte Studie zeichnet jedoch ein anderes Bild.

Die Studie basiert auf verschiedenen Datens√§tzen. Aufgrund offizieller Jagdstatistiken konnte aufgezeigt werden, dass sich die Anzahl der Dachse in der Schweiz und der Stadt Z√ľrich in den letzten 20 Jahren verdoppelt hat. Diese Zunahme erfolgte bislang zwar langsamer als bei den F√ľchsen, jedoch stetig. Daten von wissenschaftlichen Projekten mit Fotofallen machen ausserdem deutlich, dass in den St√§dten Z√ľrich und St.Gallen in den letzten Jahren mehr als dreimal so viele Dachse von Wildtierkameras fotografiert wurden, als noch in den letzten beiden Jahrzehnten. Mithilfe von Wildtier-Beobachtungen, die unter anderem durch das Citizen Science Projekt StadtWildTiere gesammelt wurden, konnte zudem gezeigt werden, dass in den letzten 10 Jahren Dachse vermehrt auch in den Zentrumsgebieten der Stadt Z√ľrich beobachtet wurden. Beobachtungen aus den 1990er Jahren waren dagegen auf die waldnahen Stadtrandgebiete beschr√§nkt.

Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass st√§dtische Dachse nicht einfach nur √úberlebende einer vormals l√§ndlicheren Landschaft sind, sondern dass Dachse sich ‚Äď √§hnlich wie F√ľchse ‚Äď zunehmend im Siedlungsgebiet etablieren. Es wird interessant sein zu untersuchen, ob diese neue Entwicklung bei den Dachsen nicht nur auf die Schweiz beschr√§nkt ist, sondern auch in anderen Regionen Europas stattfindet, wie dies bei den Stadtfuchspopulationen der Fall ist.

28.11.2018

 

Wie die Vogelwarte Sempach berichtet, waren √ľber 2000 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vier Jahre lang unterwegs, um die Vogelvorkommen der Schweiz und Liechtenstein zu erfassen. Dieses Engagement resultiert in einer einzigartigen √úbersicht √ľber die Verbreitung und die aktuelle Situation unserer Brutv√∂gel.

Link zur Vogelwarte Sempach

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